Kiki – mein Hund vom Tierschutz

Ja, ich gebe es zu – auch ich habe mir in Corona-Zeiten einen Hund vom Tierschutz geholt. Kiki ist jetzt erst seit wenigen Tagen bei mir. Gesucht habe ich eine Mischung aus kuscheligem Sofakissen und Reisebegleiter. Da ich momentan dank Corona im Homeoffice arbeiten und meinen Hund auch später mit ins Büro nehmen kann, bin ich maximal flexibel und kann mich sehr gut um mein Mäuschen kümmern.

Kiki ist etwa 5 Jahre alt, eine wilde Mischung (vermutlich ist ein Terrier mit drin) und wiegt etwa 9 Kilo. Sie stammt aus Italien und wurde vom Tierschutzverein Hundehilfe im Tal e.V. vermittelt.

Wie funktioniert das Hunde-Adoptionsverfahren beim Tierschutz?

Über das Internet wurde ich auf die hübsche Kiki aufmerksam – und habe mich gleich in ihren frechen Blick verliebt. Dementsprechend habe ich einen Termin mit der Pflegestelle ausgemacht, um sie kennenzulernen, sobald sie in Deutschland ist. Vorab musste ich noch einen Fragebogen ausfüllen und wurde auch über Mittelmeerkrankheiten aufgeklärt, an denen viele Hunde aus dem Süden leiden. Diese werden zum Beispiel von Zecken oder Mücken übertragen – wichtig auch für alle, die mit ihrem Hund in den Süden reisen möchten! Doch ich schweife ab. Schon wenige Tage später konnte ich sie besuchen. Die liebe Maus hat mir gleich gut gefallen, ich bekam noch am Abend die Zusage, allerdings abhängig von einer positiven Vorkontrolle.

Was ist eine Vorkontrolle beim Tierschutz?

Bei der Vorkontrolle kommt ein Mitarbeiter des Tierheims oder Tierschutzvereins zu dir nach Hause. Dabei wird geprüft, ob deine Angaben stimmen. Wohnst du wirklich in einem Haus mit großem Garten? Ist alles halbwegs gepflegt und hygienisch? Sicher wird es kein Problem sein, wenn an dem Tag nicht gestaubsaugt wurde und was am Boden liegt, doch wenn sich in der Küche schmutziges Geschirr und Müll bis unter die Decke stapelt, könnte es natürlich schwierig werden. Bei meiner Vorkontrolle kam Kiki gleich mit, sodass ich einen ersten Eindruck hatte, wie sie sich bei mir verhalten würde. Das fand ich sehr gut – so wusste ich, dass sie die Treppen gut steigen würde (ich wohne im ersten Stock) und dass sie sich für meine Zimmerpflanzen interessierte, die ich dann vor ihrem Einzug umgestellt habe – denn viele Zimmerpflanze sind gefährlich für Hunde – Orchideen oder Efeututen sind giftig, und eine Hundenase hat in einem Kaktus nichts zu suchen! Die Vorkontrolle bei mir viel also positiv aus und schon wenige Tage später hatte ich dann meine Kiki bei mir – wegen dem Lockdown auch tatsächlich früher als gedacht!

Im Folgenden werde ich euch erzählen, welche Abenteuer wir gemeinsam erleben, aber auch, welche Schwierigkeiten wir zusammen zu meistern haben.

Spoiler: in meiner Wohnung ist sie das liebste und verschmusteste Sofakissen, das ihr euch vorstellen könnt, draußen ist sie aber sehr ängstlich, und es wird sicher noch dauern, bis sich das legt. Dazu reagiert sie stark auf Eichhörnchen und Katzen – ihr Jagdtrieb ist also auch nicht zu unterschätzen.

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