Was muss ich vor der Anschaffung eines Hundes beachten?

Du möchtest einen Hund halten? Dann solltest du dir die folgenden Fragen im Vorfeld stellen, damit du keine böse Überraschungen erlebst, wenn du den Hund gekauft hast.

Habe ich genug Zeit für den Hund?

Habe ich genug Zeit für den Hund? Das ist einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Dabei geht es nicht nur darum, regelmäßig Gassi gehen zu können. Ein Hund sollte möglichst nicht mehr als sechs Stunden täglich allein zuhause sein. Das ist mit einer 40-Stunden-Woche nur vereinbar, wenn du zumindest teilweise von zuhause aus arbeiten oder den Hund in die Arbeit mitnehmen kannst. Alternativ gibt es auch Dogwalking-Services für Berufstätige oder auch Hundetagespensionen, das kann aber ganz schön ins Geld geben. Vielleicht kannst du ja auch deine netten Nachbarn fragen, ob sie hin und wieder nach deinem Hund sehen oder ihn in den Garten lassen können.

Was mache ich mit dem Hund im Urlaub?

Die beste Lösung: du nimmst ihn mit. Flugreisen sind jedoch schwierig, weil der Hund gestresst wird und größere Tiere im Frachtraum mitfliegen müssen. Wenn es nicht geht, das Tier mitzunehmen, hast du hoffentlich Freunde oder Nachbarn oder Hundemenschen, die bereit sind, dein Tier in deinem Urlaub bei sich aufzunehmen. Alternativ ist es auch möglich, den Hund in eine Hundepension oder notfalls als Gast in ein Tierheim zu geben. Natürlich ist es keine Option, das Tier auszusetzen! Das passiert leider noch immer viel zu oft!

Darf ich einen Hund in der Wohnung halten?

Grundsätzlich dürfen Vermieter nicht mehr einfach pauschal verbieten, einen kleinen Hund zu halten. Möglicherweise steht aber ein Passus in deinem Mietvertrag, dass die Haltung eines Hundes genehmigungspflichtig ist. Es ist generell nicht empfehlenswert, einen Hund anzuschaffen, wenn der Vermieter dagegen ist, sonst findet er möglicherweise andere Gründe, um dich loszuwerden. Im schlimmsten Fall hat er tatsächlich auch die Möglichkeit, eine fristlose Kündigung auszusprechen, wenn der Hund Schäden an der Wohnung anrichtet oder durch Gebell oder strenge Gerüche auffällt.

Grundsätzlich solltest du unbedingt auf die Bedürfnisse deiner Nachbarn Rücksicht nehmen. Wenn der Hund endlos bellt oder winselt, weil sein Herrchen nicht da ist, wird auch der Geduldigste auf die Probe gestellt. Dazu haben viele Menschen Angst vor größeren Hunden, und ob diese in einer Mietwohnung ohne Garten glücklich werden, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Habe ich genug Geld für einen Hund?

Ein Hund kostet Geld. Dabei kommen die folgenden Kosten auf dich zu:

  • Hundesteuer (zwischen 0 und 200 € je nach Wohnort pro Jahr)
  • Hundeleine, Hundehalsband etc.
  • Hundefutter
  • Tierarztkosten (möglicherweise kann eine Hundekrankenversicherung nützlich sein)
  • Ggf. Transportbox für das Auto

Für die Anschaffung können auch mal deutlich mehr als 1000 € zusammenkommen, gerade dann, wenn du einen Rassehund haben möchtest, und bei Hunden aus dem Tierheim fällt in der Regel eine Schutzgebühr von mehreren hundert Euro an.

Kein Problem – der Hund kann kommen?

Super, das freut mich 🙂 Wenn du alle Voraussetzungen erfüllen kannst, steht dem Erwerb des Hundes nichts mehr im Wege. Sollte man denken. Dabei kann auch das durchaus seine Tücken haben. Mehr dazu erfährst du im demnächst im Beitrag: Wo und wie finde ich meinen Traumhund?

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