Magyar Vizsla Rasseportrait

Beim Magyar Vizsla, der auch als Kurzhaariger Ungarischer Vorstehhund bezeichnet wird, handelt es sich um einen Jagdgebrauchshund. Diese Hunderasse ist FCI-anerkannt und besitzt dort die Standard Nummer 57. Der zuständige Verein unter der FCI ist der VUV. Auch in sogenannten Dissidenzen wird der Kurzhaarige Ungarische Vorstehhund gezüchtet. Es gibt auch den Rauhaarigen Ungarischen Vorstehhund, hierbei handelt es sich jedoch um eine eigenständige Hunderasse.

So sieht der Magyar Vizsla aus

Wer sich für ein Exemplar dieser Rasse entscheidet, entscheidet sich für einen mittelgroßen Hund, der zwischen 54 cm und 64 cm groß wird. Hündinnen bleiben etwas kleiner als Rüden und sind ausgewachsen damit auch etwas leichter. Der Magyar Vizsla kommt in verschiedenen Brauntönen vor, teilweise sind kleine weiße Abzeichen zu erkennen. Die Augen sind in der Regel braun, dunkle Augen werden tendenziell lieber gesehen als helle.

Der muskulöse Hund ist schmal, das Windhunderbe wird nicht selten deutlich. Die Ohren sind groß, hängen herunter und sind tief angesetzt. Die Rute wird bei Bewegung waagerecht getragen.

Der Charakter des Magyar Vizsla

Der Kurzhaarige Ungarische Vorstehhund ist zwar ein Jagdhund, er ist aber auch in Wald und Flur verhältnismäßig einfach zu führen. Der sensible Hund möchte ohne Härte ausgebildet werden und macht es seinen Besitzern bei der Erziehung leicht. Er schließt sich seinen Besitzern eng an und kann bei entsprechender Prägung überall dabei sein.

Als Familienhund eignet sich der Magyar Vizsla zweifelsohne, er braucht jedoch seine Beschäftigung. Das gilt auf der einen Seite für die körperliche Auslastung, aber auch der Kopf des Vizslas will beschäftigt werden. Hierfür eignen sich vor allem Sportarten wie Dummytraining, Fährtenarbeit oder Mantrailing.

Typische Erkrankungen beim Ungarischen Vorstehhund

Der Magyar Vizsla ist eine verhältnismäßig gesunde Hunderasse. Die sogenannte Myositis kann vorkommen, sie ist aber selten. Wie bei allen anderen größeren Rassen auch, sollte auf Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED) geachtet werden, die Elterntiere sollten auf jeden Fall geröntgt werden. In der Zucht erlaubt sind in der Regel die HD-Grade A (keine HD) bis C (leichte HD), ED wird eingeteilt in die Grade 0 bis 3. Zur Zucht zugelassen sind normalerweise die Grade 0 (ED-frei) bis 1 (leichte ED).

Seriöse Züchter lassen die Hunde vor der Verpaarung röntgen, um die Wahrscheinlichkeit auf gesunde Welpen deutlich zu erhöhen.

Wie kann man einem Magyar Vizsla gerecht werden?

Der Kurzhaarige Ungarische Vorstehhund braucht nicht allzu viel, um glücklich zu sein. Auf keinen Fall darf er im Zwinger gehalten werden, er benötigt vollen Familienanschluss. Wer täglich etwa 1,5 bis 2 Stunden Zeit hat, seinen Hund auszulasten, sich mit zwanglosem Hundetraining identifizieren kann und bereit ist, auf die Bedürfnisse seines Hundes einzugehen, erfüllt die wichtigsten Bedingungen auf jeden Fall.

Dabei muss klar sein, dass ein Magyar Vizsla nicht nur körperlich ausgelastet werden will, sondern auch seinen Kopf benutzen möchte. Neben täglichen Spaziergängen steht also mehrmals wöchentlich Kopfarbeit auf dem Programm. Das sind idealerweise jagdaffine Dinge wie Dummytraining, Futterbeutelarbeit, Fährtensuche oder Mantrailing. Aber auch das Erarbeiten von Tricks, Dog Dancing, Agility, Obedience und andere Sportarten sind denkbar. Entscheidend ist, was Hund und Halter am meisten Spaß macht.

 

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