Weidezäune und Weidezaungeräte für Pferde

Pferde würden in der freien Wildbahn jeden Tag weite Strecken zurücklegen und stundenlang grasen. Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen geliebten Vierbeinern deswegen eine Weide oder zumindest einen Auslauf zur Verfügung stellen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Weide unbedingt so ausbruchssicher wie möglich sein sollte, damit die Pferde sich nicht auf einmal auf einer Straße wiederfinden – und dazu ist ein stabiler und geeigneter Weidezaun nötig.

Die richtige Zaunhöhe

Für die richtige Zaunhöhe gibt es keine gesetzliche Regelung, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) empfielt jedoch: ein Weidezaun für Pferde soll mindestens 0,8 mal höher sein als die Widerristhöhe des größten Pferds. Dies ist jedoch relativ niedrig, bei einem Pferd mit einem Stockmaß von 1,70 sollte der Zaun aus Erfahrung deswegen bei mindestens 1,60 Metern liegen. Es hängt natürlich auch davon ab, ob es sich beispielsweise um Springpferde oder auch um Hengste handelt. Bei Hengsthaltung sollte ein Elektrozaun am besten mindestens die Widerristhöhe des größten Pferdes plus weitere zehn Zentimeter haben und aus mindestens drei Reihen Elektroband bestehen. Die unterste Begrenzung des Weidezauns sollte (je nach Größe der Tiere) etwa 40 Zentimeter hoch sein und die Pfosten für den Weidezaun in Abständen von drei bis maximal drei Meter fünfzig errichtet werden.

Grenzt der Weidezaun an eine Straße, ist gegebenenfalls eine Genehmigung notwendig.

Schön, aber kostenintensiv: ein Holzzaun

Viele Pferdebesitzer bevorzugen einen Holzzaun – allerdings ist das ein ziemlich teuer Spaß. Allein die Materialkosten bei einer einen Hektar großen Weide (hundert Mal hundert Meter) kliegen in der Regel bei mehr als zweitausend Euro – und dann kommen noch Tor, Nägel und natürlich der Aufbau dazu.

Die kostengünstige Alternative: ein Elektrozaun

Eine deutliche günstigere Option ist da ein Stromzaun. Gerade bei Pferden bieten sich breite, leitfähige Bänder an, die die Tiere besser sehen können als einfache Drähte. Für welche Breite man sich entscheidet, hängt natürlich auch von der Größe der Vierbeiner ab. 10 Millimeter dicke und 200 Meter lange Breitband-Rollen gibt es bereits ab 15 Euro zu kaufen, 40 Millimeter dicke Rollen ab etwa 40 Euro. Zusätzlich sind natürlich noch Torgriffe sowie Holz- oder Kunststoff-Pfähle notwendig. Weidezaunpfähle aus Kunststoff bieten den Vorteil, dass extra Isolatoren in der Regel nicht notwendig sind. Ein solcher Zaunpfahl ist (je nach Länge) schon ab etwa zwei Euro erhältlich. Damit betragen die Kosten für einen Weidezaun für eine Fläche von einem Hektar Land etwa 300 Euro.

Das richtige Weidezaungerät für den Stromzaun

Zusätzlich ist für einen Elektrozaun auch noch ein Weidezaungerät notwendig. Diese sind bereits ab hundert Euro verfügbar. Dabei ist es jedoch wichtig, das passende Gerät auszuwählen. Je länger der Zaun ist und je stärker der Bewuchs am Zaun, desto leistungsfähiger sollte das Gerät auch sein. Es ist immer gut, wenn ein Netzanschluss in der Nähe ist, da sich damit ein in der Regel relativ kostengünstiges 230 Volt Gerät anschließen lässt. Ohne Stromquelle in der Nähe ist ein Akkugerät nötig, das allerdings deutlich wartungsintensiver ist als Geräten mit Netzanschluss. Alternativ gibt es Geräte mit Solarmodul, die in der Anschaffung teurer sind, aber den Vorteil einer unabhängigen Energieversorgung bieten.

Um das ideale Gerät auszuwählen, macht es Sinn, sich beraten zu lassen, zum Beispiel von den Experten von AGRI-Service Walluch. Das Unternehmen bietet eine große Auswahl an Weidezaungeräten, Weidezubehör und mehr.