Degus richtig halten

Degus stammen ursprünglich aus Südamerika, werden allerdings bereits seit Jahrzehnten in Europa als Haustiere gehalten. Für eine artgerechte Haltung mitsamt langem Leben der kleinen Nagetiere sorgt das passende Gehege. Degus benötigen eine auf sie abgestimmte Einrichtung, um ein glückliches Leben zu führen.

Das perfekte Gehege

Degus zählen zu den überwiegend tagaktiven Nagetieren, sodass das Gehege für sie an einem ruhigen, hellen Ort steht. Werden Degus in Schlaf- und Wohnräumen gehalten, können Probleme auftreten, da sie äußerst empfindlich gegenüber Musik und Lärm sind. Zugleich sollte der Käfig vor direkter Sonneneinstrahlung und Zugluft geschützt werden. Für Degus genügt ein normaler Käfig, sodass keine Sonderanfertigungen benötigt werden. Käfige aus Kunststoff sollten aber vermieden werden, da die Tiere gerne am Käfig nagen und die Gefahr besteht, dass sie Kunststoffteile schlucken. Ideal ist ein Aquarium mit einem hohen Gitteraufsatz. Ein herkömmliches Aquarium ist ungeeignet, da die Frischluftzufuhr zu gering ausfällt. Noch besser allerdings ist ein Terrarium als Gehege für Degus. Standardmäßig verfügen Terrarien über Lüftungsschlitze und ausreichend Platz nach oben. Da Degus in der Natur in Tunnelsystemen und Höhlen leben, muss das Gehege zugleich über eine ausreichende Tiefe verfügen, da die Tiere gerne graben. Als Mindestmaß für Degugehege sollte immer ein Käfig bzw. Terrarium mit 100 x 50 x 100 cm gewählt werden. In dieses Gehege passen bis zu vier gleichgeschlechtliche Tiere. Mehr Tiere benötigen zugleich ein größeres Gehege, wobei auch bei Kleingruppen große Terrarien oder Käfige empfehlenswert sind.

Einrichtung des Degugeheges

Damit die Degus nach Herzenslust graben und buddeln können, muss das Gehege mit mindestens 15 cm tiefem Einstreu versehen werden. Optimal ist jeweils eine Schicht Kleintierstreu, Heu und Stroh. Für Kletterspaß sorgen mehrere Ebenen. Jede Ebene muss zwischen 35 und 50 von der nachfolgenden getrennt werden. Die Grundausstattung des Geheges besteht aus Futternapf und Tränke. Am besten eignen sich große und schwere Näpfe, da die Tiere diesen schwieriger umwerfen können. Bei Napf und Tränke sollte ebenfalls auf Kunststoff verzichtet und zu Alternativen aus Ton greifen. Kunststofftrinkflaschen sollten zugleich außerhalb des Käfigs angebracht werden, da die Tiere somit nicht an ihnen knabbern können. Auch ein Sandbad und ein Laufrad gehören in jedes Degugehege. Das Sandbad ist äußerst wichtig für die Fellpflege der Tiere. Das Laufrad hingegen sorgt für ausreichend Bewegung. Alle anderen Dekorationen wie Hängematten und Tunnel können beliebig im Gehege platziert werden. Auch hier gilt es, Kunststoff zu vermeiden und zu Alternativen aus Stein, Ton, Holz, Kork und unbehandelter Pappe zu greifen.

Mehr lesen

Der perfekte Nagerkäfig