Reizangel für Hunde

Die Reizangel für Hunde richtig einsetzen

Reizangel für Hunde richtig einsetzenDas richtige Auslasten von Hunden ist manchmal gar nicht so einfach. Immer nur schnöde die gleiche Runde im Park oder Wald? Nein, Hunde wollen gefordert sein, psychisch und physisch. Das ist nicht immer leicht und erfordert seitens des Besitzers Ideenreichtum. Eine Möglichkeit, den Hund richtig zu beschäftigen, bietet die Reizangel.

Eine Reizangel gleicht der Medaille mit den berühmten zwei Seiten. Wird sie korrekt eingesetzt, ist es ein prächtiges Trainingsinstrument im Umgang mit Hunden. Bei falscher Handhabung kann sie immensen Schaden anrichten.

Was ist eine Reizangel für Hunde?

Bei einer Reizangel handelt es sich um eine biegsame Stange von bis zu zwei Metern Länge. Eine etwa gleich lange Schnur ist an einem Ende befestigt und an deren Ende dient ein Stück Stoff, ein Dummy oder ein Stofftier als „Reiz“. Eine ideale Reizangel ist die Longierpeitsche aus dem Reitsport. Diese ist flexibel, robust und in den meisten Fällen als Teleskop erhältlich.

Welchen Nutzen hat eine Reizangel?

Im Endeffekt dient eine Reizangel als Trainingsinstrument. Der Hund „jagt“ der Beute – dem an der Schnur befestigten Dummy – hinterher. Der Hundeführer führt die Reizangel im Kreis oder rennt selbst damit über die Wiese. Dadurch kann sich der Hund auspowern, seinen Jagdtrieb ausleben und das Training fördert seine Koordination. Doch wie bei allen Denk- und Sportspielen mit einem Hund muss der Einsatz einer Reizangel mit Verstand seitens des Hundebesitzers ausgeführt werden, da sonst einerseits der positive Effekt entfällt und andererseits gesundheitliche Schäden drohen.

Was muss beim Reizangeltraining beachtet werden?

Die wichtigste Regel im Umgang mit der Reizangel ist die Zeit. Der Hund darf nur wenige Minuten mit der Reizangel beschäftigt werden. Die Gründe liegen auf der Hand: Die meisten Hunde hetzen mit großer Begeisterung der „Beute“ hinterher. Im Normalfall führt der Hundebesitzer die Reizangel im Kreis, ab und an unterbrochen von einem Richtungswechsel. Ein temperamentvoller Hund setzt alles daran, die Beute zu erwischen, er kann sich innerhalb kürzester Zeit völlig verausgaben. Die schnellen Richtungswechsel belasten Muskeln und Gelenke und das hohe Tempo setzt dem Herz-Kreislaufsystem zu.

Nicht alle Fellnasen lassen von alleine ab, wenn sie erschöpft sind.

Wichtig: Der Hund darf niemals so lange jagen, bis er über seine Grenzen geht. Hier liegt die Verantwortlichkeit beim Reizangeltrainer.

Eignet sich die Reizangel, um den Jagdtrieb zu kontrollieren?

Hunde Reizangel im EinsatzMit einer Reizangel kann einem Hund beigebracht werden, dass die Beute nicht unter allen Umständen gehetzt werden muss. Das ist dann ein Vorteil, wenn ein jadgfreudiger Hund bei einem Spaziergang plötzlich seinem Instinkt folgt und nicht mehr hört, da er einem Hasen hinterherhetzt.

Wird mit der Reizangel so gearbeitet, dass der Hund zwar der Beute hinterherjagt, diese aber nicht greift, wenn die Angel zur Ruhe gebracht wird, ist dies ein erster Schritt. Im Idealfall hoppelt beim Spaziergang ein Kaninchen direkt vor seiner Nase über den Weg – aber er lernte durch das Training mit der Reizangel, seine Beute nicht zu greifen beziehungsweise ihr hinterherzujagen.

Bei konsequenter Übung kann der Hund mitten beim Hetzen des Dummys „gestoppt“ werden, auf ein bestimmtes Kommando hin. Leistet der Hund das bei einer „Ersatzbeute“, stehen die Chancen ausgezeichnet, dass er sich auch aus seinem Jadgverhalten bei einer echten Beute herausnehmen lässt. Dazu ist viel Übung erforderlich, zumal wie bereits angesprochen, das Training mit einer Reizangel nur wenige Minuten dauern kann.

Erste Schritte mit der Reizangel

Wer erstmals mit der Reizangel übt, führt die Beute langsam über den Boden. Im besten Fall wird die Reizangel stetig bewegt, doch der Hund wird immer wieder mittendrin abgelegt. Zu Beginn hat ein hohes Tempo beim Reizangeltraining noch nichts verloren, viel wichtiger ist es, dass der Hund nur auf Kommando jagen darf und sich sofort wieder ablegt, wenn Frauchen oder Herrchen das entsprechende Kommando geben.

Dann lässt sich das Training weiter ausbauen. Die Reizangel wird „ausgeworfen“, der Dummy landet kurz vor dem liegenden Hund. Die Reizangel wird langsam bewegt, der Hund bleibt auf seinem Platz. Nach einer kurzen (!) Hatz wird das Spiel wiederholt.

Reizangeltraining in Vollendung

Wer so mit dem Reizangeltraining einsteigt, dürfte bald die Königsdisziplin erreichen, indem sich der Hund mitten in der Hatz abrufen und ablegen lässt. Lässt sich der Vierbeiner trotz höchster Konzentration hier abrufen beziehungsweise ablegen, sollte dies auch auf dem „freien Feld“ funktionieren, wenn nämlich echte Beute den Hund animiert. Weitere, spannende Themenfelder rund um den Hund gibt es bei www.tiere-und-natur.de.

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