Der ideale Familienhund

 

(Die meisten) Kinder lieben Hunde. Und viele hundebegeisterte Familien überlegen über kurz oder lang, sich ein bellendes Familienmitglied zuzulegen. Wenn endlich genug über Hundesteuer und Gassi gehen, Tierarzt-Kosten, Hundeschule und Verantwortung geredet und die Entscheidung getroffen wurde: ein Hund kommt ins Haus! – bleibt noch die Frage: was für einer soll es denn werden? Laut dem FCI (Weltdachverband für Hunde) gibt es derzeit 360 anerkannte Hunderassen, dazu kommen noch weitere, nicht anerkannte Rassen und natürlich unzählige Mischformen.

Grundsätzlich kann aus jeder Hunderasse ein guter Familienhund werden. Dennoch gibt es Rassen, die besonders gut geeignet sind. Grundsätzlich sollte jedoch am Anfang überlegt werden: wie viel Platz kann ich meinem Vierbeiner bieten, wie groß soll er sein und wie viel Auslauf wird er haben? Für Stadtwohnungen eignen sich zum Beispiel oft eher kleinere Hunde wie Pudel.

Welche Hunderassen sind besonders geeignet?

Grundsätzlich sind insbesondere die Hunderassen für den Familienzuwachs gut geeignet, die prinzipiell einfach zu erziehen sind, keinen ausgeprägten Wachinstinkt haben wie Schäferhunde, aber auch nicht zu viel Bewegung brauchen wie Jagdhunde. Dackel zum Beispiel wurden als mutige, unerschrockene Kämpfer gezüchtet, bereit, in einen Fuchsbau zu kriechen und den Gegner alleinzur Strecke zu bringen. Dementsprechend verfügen sie über ein gesundes Selbstbewusstsein und einen ausgesprochenen Sturkopf. Australian Shepards und Border Collies sind sehr gelehrig und besitzen einen besonderen, angeborenen Hüteinstinkt, benötigen aber auch sehr viel Beschäftigung, damit sie sich keinen eigenen Zeitvertreib suchen. Dazu neigen insbesondere Rüden dieser Rassen zu dominantem Verhalten.

Ein Labrador Retriever

Große Familienhunde

Große Familienhunde sind oft besonders sanft und einfach zu erziehen. Sehr gut geeignet sind folgende Rassen:

Diese Hunde benötigen jedoch ausreichend Platz und lassen sich in einer engen Stadtwohnung nur bedingt halten.

Ein Pudel

Kleine Familienhunde

Zu den kleinen Hunderassen zählen beispielsweise:

  • Pudel
  • Französische Bulldogge
  • Malteser

Aber auch kleine Hunde brauchen Auslauf und Beschäftigung!

Ein Mischling

Rassehund oder Mischling?

Die hier aufgeführten Hunderassen eignen sich grundsätzlich besonders gut als Familienhunde. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht doch auch besonders ungestüme Exemplare geben kann (vergleiche Buch und Film  Marley und ich (Link verweist auf amazon). Und natürlich gibt es auch unzählige Kinder, die glücklich mit Dackel, Rottweiler oder Schäferhund aufwachsen.

Dennoch stellt sich noch die Frage: Muss es unbedingt ein Rassehund sein? Mischlinge sind oft weniger anfällig für Erbkrankheiten, aber genau so liebenswert. Und wer auf etwas „Rasse“ nicht verzichten möchte, kann sich ja mal unter den Retriever-, Pudel- oder Spaniel-Mixen umsehen. Und, wie bereits ausgeführt: auch bei einem Rassehund gibt es keine Garantie, dass man sich für den größten Rabauken des Wurfs entschieden hat. Aber letztendlich ist es auch egal, ob Dackel, Pudel oder Golden Retriever – wichtig ist vor allen Dingen eine konsequente Erziehung.

Konsequente Erziehung – das A und O

Ein bestimmtes Verhalten muss immer die gleiche menschliche Reaktion hervorrufen – zum Beispiel eine Belohnung oder auch ein „Pfui“, wenn der Hausgenosse auf das Sofa springt oder am Tisch bettelt.

Wichtig ist außerdem eine klare Rangordnung, bei der der Vierbeiner das Rudelmitglied mit der untersten Stellung sein muss – auch unter den Kindern! Insbesondere kleine Kinder sollten nie mit dem Familienhund allein gelassen werden! Immer wieder kommt es leider zu sehr hässlichen Vorfällen. Das ist aber genauso auch im Interesse des Hundes, da manche Kinder auf die Idee kommen, dem Vierbeiner am Schwanz zu ziehen oder ins Auge zu bohren.

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