Hamster

Hamster sind unglaublich putzige und quirlige Zeitgenossen. Sie zu beobachten wird niemals langweilig.

Hier findest du Informationen über das normale Verhalten der kleinen Nager, den richtigen Käfig, das richtige Futter und vieles mehr.

Hamsterverhalten: Zu den Videos

Wann passt ein Hamster zu Ihnen?

Hamster eignen sich für jeden, der sich ein anspruchsloses Haustier mit weichem Fell und putzigem Aussehen zum Beobachten wünscht. Als Schmusetier eignen sich die Nager allerdings nur bedingt. Sie schätzen es nicht sonderlich, festgehalten zu werden – und sind außerdem sehr klein. Ansonsten sind sie aber keine sonderlich anspruchsvollen Haustiere. Wichtig ist, dass der Napf täglich gefüllt wird – am besten mit einer Mischung aus Körnerfutter und Gemüse. Frisches Heu und frisches Wasser dürfen auch nicht fehlen. Etwa alle 10 Tage sollte zusätzlich die Streu gewechselt werden. Je nach Empfindsamkeit der menschlichen Nase ist es auch möglich, den Käfig jede zweite Woche zu reinigen. Grundsätzlich sollte besonders die Streu im Häuschen nicht zu oft gewechselt werden, damit das Tierchen möglichst oft den eignenen Geruch um die Nase hat. Schließlich schlafen wir auch nicht gerne in steriler Umgebung wie beisielsweise Krankenhausbetten.

Hamster freuen sich über Auslauf und Abwechslung – wenn der Käfig groß genug ist, ist jedoch ein Auslauf in der Wohnung nicht unbedingt erforderlich. Die Tiere sind in der Regel Einzelgänger – zwei oder mehrere Tiere im selben Käfig fangen oft Streitereien und Beißereien an.

Ein Hamster ist kein Spielzeug!

Wegen ihrer geringen Körpergröße werden Hamster leider oft als lebendige Spielzeuge angesehen. Und das haben die kleinen Kerlchen nicht verdient. Die kleinen Nager sind als Schmusetiere aufgrund ihrer Größe kaum geeignet. Darüber hinaus sind sie quicklebendig und werden kaum so lange stillhalten, damit ein 6-Jähriger sie auf seine ungeschickte Art in Ruhe knuddeln kann. Die Tierchen haben außerdem spitze Zähnchen, die sie einzusetzen wissen – eine andere Waffe haben sie schlielich nicht. Dazu kommt, dass viele der kleinen Fellknäuel sehr aktiv sind, einen hohen Bewegungsdrang verspüren und deswegen viel Platz brauchen. Vom kleinen 40×20-Käfig aus der Zoohandlung sei deswegen dringend abgeraten. Auch ein Laufrad reicht bei weitem nicht aus, um dem Bewegungsdrang der kleinen Fellknäuel zu genügen.

Dsungarischer Zwerghamster

Dsungarischer Zwerghamster

Faszination Hamster

Wer jedoch Spaß am Beobachten hat, der kommt auf seine Kosten. Dabei ist es nicht unbedingt nötig, nachtaktiv zu sein – Zwerghamster beispielsweise sind oft auch am Tage unterwegs und flitzen immer wieder im Käfig herum. Viele Arten sind auch besonders in der Dämmerung aktiv – ideal für alle Berufstätigen.

Die Besonderheit bei allen kleinen Nagern besteht darin, dass die Tierchen überschüssige Nahrung nicht fressen, sondern in ihre Backentaschen stopfen, um sie an einem geeigneten Ort zu für schlechte Zeiten aufzubewahren. Man spricht nicht umsonst vom „Hamsterkauf“. Es ist faszinierend, wie die kleinen Nager geschäftig ihre Futterreserven in Sicherheit bringen. Wer seinem Tier etwas gutes tun will, sollte für Abwechslung sorgen. Es gibt Käfige, die sich immer wieder verändern lassen. Ein Hamster freut sich aber auch schon über eine leere Klopapierrolle – oder über eine kleine Kletterpartie, bei der es etwas Leckeres zu holen gibt.

Wenn du für ein abwechslungsreiches Hamsterleben sorgen willst, wird der kleine Nager auch niemals langweilig.

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